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Wie konnte das sein

Lyrics   |   Bibelverse

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Jesu Worte am Kreuz „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ (Lukas 23,34) haben mich schon immer zutiefst berührt. Doch je länger ich über diesen einen Satz nachdenke, desto unfassbarer wird er für mich. Denn wenn man sich bewusst vor Augen führt, was Jesus in diesen Stunden angetan wurde, bekommt dieses Gebet eine Tiefe, die kaum zu begreifen ist.

 

Sein Fleisch war aufgerissen, Sein Körper von Schlägen gezeichnet, Dornen durchbohrten Sein Haupt und Sein Gesicht war von Qual und Schmerz gezeichnet. Er wurde verspottet, geschlagen, angespuckt und gedemütigt. Schließlich wurden Nägel durch Seine Hände und Füße getrieben und Er ans Kreuz gehängt. Der, der gekommen war, um Menschen zu retten, wurde von Menschen getötet. Der, der niemandem Böses getan hatte, wurde behandelt wie ein Verbrecher. Sein Aussehen war entstellt, kaum noch wie das eines Menschen (Jesaja 52,14). Und genau dort, mitten in all diesem Leid, geschah etwas, das mich immer wieder sprachlos macht.

 

Mit Seinem schwachen, mühsamen Atem betete Jesus nicht gegen Seine Peiniger. Er rief nicht nach Vergeltung. Er verfluchte sie nicht. Er bat den Vater nicht darum, ihnen das zurückzugeben, was sie Ihm angetan hatten. Stattdessen betete Er für genau die Menschen, deren Hände Ihn geschlagen, gegeißelt und ans Kreuz gebracht hatten:

 

„Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“

 

Wie konnte das sein? Wie konnte aus einem Menschen, der so behandelt worden war, noch Liebe sprechen? Wie konnte Er für Seine Feinde beten, während sie Ihn noch verspotteten? Wie konnte Er vergeben, während Sein Körper unter unsäglichen Schmerzen am Kreuz hing? Wie konnte dort, wo menschlicher Hass und Grausamkeit so sichtbar wurden, gleichzeitig eine Liebe sichtbar werden, die all das überstieg?

 

Ich glaube, genau diese Frage hat mich letztlich dazu gebracht, aus diesem Bibelvers einen Song zu schreiben. Denn je mehr ich darüber nachdachte, desto weniger konnte ich einfach darüber hinweggehen. „Wie konnte das sein?“ wurde für mich zu mehr als einer Frage über Jesus. Es wurde zu einer Frage an mein eigenes Herz.

 

Und während ich den Song schrieb, fühlte ich mich selbst ein wenig unwohl. Ich sagte zu Jesus: „Herr, ich kann diesen Song eigentlich nicht schreiben. Ich selbst habe immer wieder mit Bitterkeit und Unvergebenheit zu kämpfen.“ Denn Vergebung klingt leicht, solange man nur darüber spricht. Aber wenn man selbst verletzt wurde, wenn Worte tief getroffen haben oder Menschen einem Unrecht getan haben, merkt man, wie schwer Vergebung tatsächlich sein kann. Trotzdem hatte ich den Eindruck, dass ich diesen Song schreiben sollte. Also tat ich es. Und selten ist ein Song so schnell aus mir herausgeflossen. Dieser Song ist nicht nur eine Botschaft an andere. Er ist auch eine Erinnerung an mich selbst.

 

Wenn ich über meine eigene Bitterkeit nachdenke und dann auf Jesus schaue, bekomme ich einen völlig anderen Blick auf Vergebung. Nicht weil meine Verletzungen bedeutungslos wären. Nicht weil Unrecht plötzlich kein Unrecht mehr wäre. Und auch nicht, weil Vergebung bedeutet, dass man einem Menschen wieder vertrauen oder ihn erneut in sein Leben lassen muss. Sondern weil Jesus mir gezeigt hat, dass das Böse nicht das letzte Wort haben muss.

 

Paulus schreibt in Römer 12,21: „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse durch das Gute!“ Und wenn ich auf das Kreuz schaue, sehe ich genau das vor meinen Augen. Das Böse tat Jesus das Schlimmste an, was Menschen Ihm antun konnten. Und doch antwortete Jesus nicht mit Bösem. Er antwortete mit Liebe. Mit Barmherzigkeit. Mit Vergebung.

 

Vergebung nimmt dem Bösen die Macht, unser eigenes Herz zu beherrschen. Sie sagt nicht: „Was du getan hast, war in Ordnung.“ Sie sagt vielmehr: „Ich werde nicht zulassen, dass das, was du mir angetan hast, bestimmt, wer ich werde.“ Vergebung sprengt Ketten – nicht nur für den Menschen, dem wir vergeben, sondern auch für uns selbst. Denn manchmal glauben wir, dass wir mit unserer Unvergebenheit den anderen festhalten. Dabei merken wir gar nicht, wie sehr wir selbst noch an dem Geschehenen gebunden sind.

 

Vergebung kann diesen Kreislauf durchbrechen. Sie kann bedeuten, dass wir das Unrecht nicht länger selbst in unseren Händen tragen wollen, sondern es Jesus übergeben: „Herr, Du weißt, was geschehen ist. Du weißt, wie sehr es wehgetan hat. Du weißt, wie schwer es mir fällt. Aber ich möchte dieses Gewicht nicht länger selbst tragen.“

 

Und trotzdem möchte ich Vergebung nicht romantisieren. Es ist gewiss nicht leicht. Manchmal ist Vergebung kein einmaliger Moment, sondern ein Weg. Manchmal muss man dieselbe Verletzung immer wieder zu Jesus bringen. Manchmal sagt man heute: „Herr, ich vergebe“, und morgen merkt man, dass der Schmerz wieder da ist. Dann darf man wieder zu Ihm gehen. Denn Jesus hat uns nicht nur gesagt, dass wir unsere Feinde lieben sollen. Er hat uns auch gezeigt, wie das aussieht. „Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen.“ (Matthäus 5,44) Und am Kreuz hat Er diese Worte selbst gelebt. Er zeigte uns nicht nur, wie man über Vergebung spricht. Er zeigte uns, wie man vergibt.

 

Deshalb berührt mich auch die Reaktion des Hauptmanns unter dem Kreuz. Nachdem er all das gesehen hatte, was geschehen war, sagte er: „Dieser Mann ist wirklich ein Gerechter gewesen!“ (Lukas 23,47)

 

Und das ist das, was mich an Jesus immer wieder so tief bewegt: Er ist anders. Er zeigt uns eine Liebe, die nicht davon abhängig ist, wie andere Menschen uns behandeln. Er zeigt uns Barmherzigkeit dort, wo wir vielleicht Vergeltung erwarten würden. Er zeigt uns Vergebung dort, wo wir menschlich gesehen allen Grund hätten, bitter zu werden. Und vielleicht werde ich diese Frage nie ganz beantworten können:

 

Wie konnte das sein?

 

Wie konnte Jesus angesichts all dessen noch lieben? Wie konnte Er vergeben? Vielleicht muss ich es nicht vollständig verstehen. Vielleicht darf ich einfach staunen – und Ihn bitten, mich immer mehr zu verändern.

 

Denn ich möchte von Ihm lernen: wie man lebt, wie man liebt und wie man vergibt.

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Gibt es eine Verletzung, die du heute noch mit dir trägst?

Kannst du dir vorstellen, diese Verletzung heute in Jesu Hände zu legen?

 

Um frei zu werden.

Um Frieden zu finden.

Um das Vergangene nicht länger dein Herz bestimmen zu lassen.

Um das Böse mit Gutem zu überwinden.

Um die Ketten zu sprengen – nicht nur für den anderen, sondern auch für dich selbst.

Der Song basiert auf folgenden Bibelversen (MENG 1939). Einige wurden direkt übernommen, andere sinngemäß verarbeitet oder als inhaltliche Grundlage genutzt.

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Lukas 23,34

Jesus aber sprach: "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!" 

 

Matthäus 5,44

Ich dagegen sage euch: Liebet eure Feinde und betet für eure Verfolger.

 

Lukas 6,27-28

Euch aber, meinen Hörern, sage ich: Liebet eure Feinde, tut denen Gutes, die euch hassen, segnet die, welche euch fluchen, betet für die, welche euch anfeinden.

 

Matthäus 6,14-15

Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euer himmlischer Vater sie auch euch vergeben; wenn ihr sie aber den Menschen nicht vergebt, so wird euer Vater euch eure Verfehlungen auch nicht vergeben.

 

Römer 12,21

Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse durch das Gute!

 

Jesaja 52,14

Wie sich viele über dich entsetzt haben – so entstellt, nicht mehr einem Manne ähnlich war sein Aussehen und seine Gestalt nicht mehr wie die der Menschenkinder.

 

Lukas 23,47

Als nun der Hauptmann sah, was geschehen war, pries er Gott und sagte: "Dieser Mann ist wirklich ein Gerechter gewesen!"

 

Epheser 4,31–32

Alle Bitterkeit, aller Zorn und Groll, alles Schreien und Schmähen sei aus eurer Mitte weggetan, überhaupt alles boshafte Wesen. Zeigt euch vielmehr gütig und herzlich gegeneinander, und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch in Christus vergeben hat!

 

Kolosser 3,12-13

So ziehet nun als von Gott Auserwählte, als Heilige und Geliebte, herzliches Erbarmen, Gütigkeit, Demut, Sanftmut und Geduld an; ertragt einander und vergebt euch gegenseitig, wenn jemand dem andern etwas vorzuwerfen hat; wie der Herr euch vergeben hat, so tut auch ihr es. 

 

Römer 12,19–20

Rächet euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt Raum (= überlasst das) dem (göttlichen) Zorn (oder: Strafgericht); denn es steht geschrieben (5.Mose 32,35): "Mein ist die Rache, ich will vergelten, spricht der Herr." Vielmehr: "Wenn deinen Feind hungert, so speise ihn; wenn ihn dürstet, so gib ihm zu trinken; denn wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln."

 

Johannes 13,34–35

Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander lieben sollt; wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.

Lyrics

 

Wie konnte das sein
Sein Fleisch war aufgerissen
Dornen durchbohrten Sein Haupt
Überall war Er von Blut bedeckt
Sein Gesicht gezeichnet von Qual und Schmerz
Entstellt, kaum noch als Mensch zu erkennen
Und mit Seinem schwachen, mühsamen Atem
Betete Er für die Hände und Herzen
Die Ihm all das angetan hatten
Vater, vergib ihnen
Denn sie wissen nicht, was sie tun
Keine Bitterkeit, kein Hass
Nur Liebe für Seine Feinde
Wie, bitte sag mir doch jemand
Wie konnte das nur sein

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Wenn dich jemand verletzt
Vergib ihm
So wie Jesus dir vergeben hat
So vergib auch du

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Oh oh oh, welch ein Segen es ist, zu vergeben
Es sprengt die Ketten, nicht nur für andere
Sondern auch für dich selbst

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Oh, wie konnte das sein
Wie konnte das nur sein
Vergebung ist eine himmlische Waffe
Barmherzig
Liebevoll
Besiegt das Böse
Oh, welch ein Segen es ist, zu vergeben

​

Wenn du anderen vergibst
Wird auch Gott dir vergeben
Doch wenn du anderen nicht vergibst
Wird auch Gott dir nicht vergeben

​

Oh oh oh oh, welch ein Segen es ist, zu vergeben
Es sprengt die Ketten, nicht nur für andere
Sondern auch für dich selbst

​

Oh, wie konnte das sein
Wie konnte das nur sein
Vergebung ist eine himmlische Waffe
Barmherzig
Liebevoll
Besiegt das Böse
Oooh, welch ein Segen es ist, zu vergeben

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Liebt eure Feinde
Segnet die, die euch verfluchen
Tut Gutes denen, die euch hassen
Und betet für die
Die euch schlecht behandeln
Und euch verfolgen

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Ganz gewiss, dies war ein gerechter Mann
Er zeigte uns, wie man lebt
Wie man liebt
Und wie man vergibt

​

Oh oh, welch ein Segen es ist, zu vergeben
Es sprengt die Ketten, nicht nur für andere
Sondern auch für dich selbst

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Oh, wie konnte das sein
Wie konnte das nur sein
Vergebung ist eine himmlische Waffe
Barmherzig
Liebevoll
Besiegt das Böse
Oooh, welch ein Segen es ist, zu vergeben

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Es ist gewiss nicht leicht
Doch seine Kraft ist unermesslich
Oooh, welch ein Segen es ist, zu vergeben
Wie konnte das nur sein
Wie konnte das sein
Oh oh oh oh oh oh
Oh oh oh oh
Oh, welch ein Segen es ist, zu vergeben
Oh oh oh oh oh

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How Could This Be

Veröffentlichungsdatum: 17. September 2026

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Songwriter: Ilona Lamprecht

Gesang & Instrumente: KI

Prompts & kreative Steuerung: Ilona Lamprecht

Produzentin: Ilona Lamprecht

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